Eine Sense dengeln

Projekt Sense Dengeln

Für ganz Eilige haben wir zum Start erst mal ein Video heraus gesucht:

Die Sense wird auch heute noch vielerorts zum Mähen von Grad und Getreide eingesetzt. Dabei ergänzt die jeweilige Sense die Kräfte des Körpers auf spürbare und auf eine angenehme Art. Dabei zeichnet eine gute Sense eine hohe Leichtigkeit aus und sie lässt sich sehr locker und bequem handhaben. Das Benutzen der Sense bietet aber auch ein besonderes Natur erleben, ist gut für den Naturschutz und auch für den Klimaschutz und es gehört zu den ältesten Kulturtechniken und hat schon eine sehr lange Tradition.

Benutzung der Sense ein wahres Vergnügen

In der heutigen Zeit entdecken immer mehr und mehr Menschen, das die Benutzung der Sense ein wahres Vergnügen ist. Bei ihrer Handhabung gehen der Mensch, das Werkzeug und die Arbeit nahtlos ineinander über, so dass bei der Nutzung der Sense eine gute Zusammenarbeit mit dem Handwerkszeug stattfindet. Bei der Benutzung der Sense wird kein körperliches Teil mehr belastet als ein anderes. Dies hat zur Folge, das man auch stundenlang mit der Sense arbeiten kann, ohne sich zu überanstrengen. Die Benutzung einer Sense bietet jedoch nicht nur ein entspanntes Arbeiten sondern man kommt ganz nah mit der Natur in Kontakt, wie es bei fast keiner anderen vergleichbaren Arbeit der Fall ist. Die Handsense wird nicht durch einen Motor angetrieben, so dass man den Rhythmus und das Tempo der Arbeit sehr gut selbst bestimmen kann. Daneben kann man mit ihr ganz besonders geräuscharm und auch geruchslos arbeiten und während der Arbeit mit der Sense kommt man zudem in den Genuss, die Natur um sich herum ganz besonders wahrzunehmen.

Jede Sense besteht dabei aus einem Sensenblatt und einem Sensenwurf. Daneben sind einige Sensen auch mit einem Reff erhältlich.

Das Sensenblatt besteht aus einer Klinge, welche meist zwischen 60 und 80 cm lang ist. Man findet jedoch auch Sensen mit kürzeren Sensenblättern als auch mit Blättern, welche bis zu 1,30m lang sein können. Sie ist hinten breit und wird nach vorne hin spitz. Zudem bietet die Klinge eine Biegung, welche zum Mäher hin gearbeitet ist. Weiterhin bietet sie auch eine leichte Wölbung nach unten. Eine Einarbeitung einer leichten Aufwärtsbiegung zur Spitze hin bewirkt zudem ein sauberes Gleiten durch das Gras und verhindert zudem das Steckenbleiben der Spitze der Sense in der Erde. Das Sensenblatt besteht in der Regel aus geschmiedeten Stahl.

Zum Führen der Sense wird der Sensenwurf verwendet. Dabei handelt es sich um einen Stiel welcher aus Holz oder auch aus Metall bestehen kann. Umgangssprachlich wird dieser häufig auch als Sensenstiel, Sensengriff oder Sensenbaum bezeichnet. Die verwendete Länge sollte sich dabei grundsätzlich nach der Größe des Benutzers richten. Bei den Ausführungen des Sensenwurfes findet man sowohl gerade als auch s-förmig geschweift ausgeführte Sensenwürfe. In der Höhe der Hüfte sind am Sensenwurf zwei im rechten Winkel abstehende Griffe angebracht. Dabei wird der vordere Griff für ein entspannteres und ergonomischereres Arbeiten meist an einer Verlängerung angebracht, welche L-förmig ist. Am unteren Ende des Sensenwurfes wird das Sensenblatt angebracht.

Sensenarten

Die perfekte Sense hat eine optimale Abstimmung zwischen dem Sensenmodell, dem Sensenwurf, dem jeweiligen Schnittgut und ebenso spielt die vorhandene Landschaftsform und die Größe des Mähers eine entscheidende Rolle. Um besonders genussvoll Mähen zu können ist eine Grundvoraussetzung eine leichte, konisch dünn geschmiedete und schneidhaltige Sense mit einem schnittfertigem Dengel. Das jeweilige Modell wird ausgewählt nach der vorhandenen Landschaftsform getroffen. Dabei spielt es eine Rolle, ob es sich um ebene Flächen handelt, um steile Bergwiesen oder um das Mähen im Unterholz. Auch die jeweilige Länge wird auf diese vorhandenen Kriterien abgestimmt.

Es gibt eine große Anzahl von unterschiedlichen Sensen. Ihre Typisierung reicht von reinen Grassensen über Universalsensen bis hin zu Spezialsensen.

Die reinen Grassensen zeichnen sich aus durch eine hohe Leichtigkeit und einen sehr feinen Dangl. Sie mähen mühelos saftige Wiesengräser. Werden die Stengel dieser jedoch fester und härter, so wird der feine Dangle wird hierdurch sehr stark beeinflusst und man muss viel öfter die Sense wetzen.

Universalsensen sind etwas robuster aufgebaut und bieten ein tieferes und stärkeres Sensenblatt. Der Dangl ist bei diesen Sensen nicht so fein ausgeführt wie bei den reinen Grassensen.

Daneben findet man bei den Spezialsensen unter anderem noch die Waldsensen und die Schleifsensen. Die Verwendung der jeweiligen Sense hängt vom Schnittgut ab.

Gleich ist bei allen Sensen, das der Sensenwurf auf die Größe des jeweiligen Mähers oder der Mäherin abgestimmt sein muss. Auf diese Weise wird eine gebeugte Haltung während des Mähens vermieden und die Griffe am Wurf liegen locker in der Hand.

Auch die Aufrechterhaltung eines exzellenten Dengels ist für die lange Lebensdauer einer Sense unbedingt notwendig und ebenso, damit die Arbeit leicht und locker von der Hand geht.

Dengeln der Sense

Der Dengel der Sense befindet sich an der Schneide der Sense. Dabei handelt es sich um einen etwa fünf Millimeter breiten Streifen direkt an der Schneidkante. Dabei verjüngt sich der Dengel kontinuierlich zur Kante der Schneide. Die Schneidkante selbst wird während des Mähens mit einem Wetzstein regelmäßig nachgemessen. Durch das Bearbeiten mit dem Wetzstein wird der Streifen immer weiter abgetragen und die dünne Kante wird entfernt. Das Entfernen dieser dünnen Kante erschwert danach das Mähen mit der Sense ungemein und man muss die Sense dengeln.

Für das Sense dengeln benötigt man einen Dengelstock und einen Dengelhammer. Die Werkzeuge zum Sense dengeln werden auch Amboss und Sensenhammer genannt. Der Sensenhammer zum Sense dengeln hat dabei ein Kopfgewicht zwischen 250 und 600 Gramm. Daneben bietet der Sensenhammer auch eine ganz spezielle Form. Deshalb kann man mit einem normalen Hammer keine Sense dengeln. Das Sense dengeln ist jedoch nicht schwer und mit ein paar Grundregeln lässt sich das Sense dengeln sehr leicht erlernen. Vor allem benötigt man hierfür Geduld, Genauigkeit sowie eine ruhige Hand und ein gutes Auge. Voraussetzung hierfür ist jedoch auch, wie man das Sensenblatt beim Sense dengeln über den Amboss führt und auch, wie man den Dengelschlag ausführt. Das unsachgemäße Sense dengeln führt zur Beeinträchtigung der Schneide. Diese Beeinträchtigung kann die Sense unschnittig machen und im schlimmsten Fall die Sense so stark beschädigen, das die Sense gar nicht mehr zu gebrauchen ist. Fehlerhafte Schläge können zu Hohldangl führen, zu einen Plattdangl, zu einem Zackendangl oder zu einem Wellendangl. Ein Hohldangl, ein Plattdangl sowie ein Zackendangl kann von einem erfahrenen Dengler wieder gerichtet werden. Ein Wellendangl jedoch kann sich nicht mehr beheben lassen, da dieser die Sense dauerhaft unbrauchbar macht.

  1. Die Unterseite der Sense wird auf den Amboss gelegt.
  2. Begonnen wird an der breitesten Stelle des Sensenblattes.
  3. Mit der spitz zulaufenden Seite des Dengelhammer wird auf das Sensenblatt geschlagen.
  4. Dabei muss die Kante des Hammers parallel zur Schneidkante auftreffen.
  5. Am oberen Rand muss der Rand des Dengels mit dem Dengelhammer getroffen werden.
  6. Der Dengel wird durch drei Schläge, die sich der Kante nähern weiter ausgetrieben.
  7. Nicht zu fest auf das Sensenblatt schlagen.

Das Sense dengeln empfiehlt sich nicht nur alle paar Jahre sondern lieber öfter. Nach nur wenigen Mähstunden reicht ein leichtes Sense dengeln mit leicht ziehenden Dengelschlägen durchaus aus. Hierbei wird die Sense mit einem leicht ziehenden Dengelschlag geklopft. Das Sense dengeln gewährleistet, das die Sense immer einen scharfen Dangl hat und eine entsprechende Schitthaltigkeit aufweist. Schmale Dangl sind robuster und für das Mähen von weichem Gras benötigt man einen breiten und dünnen Dangl. Regelmäßiges Sense dengeln benötigt einen Zeitaufwand von etwa 10 bis 15 Minuten.

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